…es war einmal…

Chronik

Ein Versuch, die geschichtliche Entwicklung der Notir auf Fürsteneck zusammenzufassen – wahrscheinlich etwas lückenhaft, denn in den ersten Jahren haben wir versäumt, umfangreiche Aufzeichnungen zu machen.

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Vorwort

Wir hätten nie vermutet, dass die Idee, die damals acht Freunde hatten, so ein Erfolg werden könnte: Zwischenzeitlich zählt der Verein rund 80 Aktive – und besteht seit über 30 Jahren.

  1. 1993

    „He, do mache ma doch so ebbis wie ä Häs“

    Während der Fasent im Frühjahr 1993 hatten ein paar Freunde der Oberkircher Fasent keine Lust mehr, sich immer wieder neue Kostüme einfallen zu lassen. Da kamen sie bei einer Stammtischrunde auf eine glorreiche Idee.

    Auf der Suche nach einem geschichtlichen Hintergrund durchsuchte man die „Sagen des Renchtals“ – und wurde fündig. Unter Mithilfe des Maskenschnitzers Wolfgang Duksch wurde die heutige Maske kreiert. Dann setzten sich die Freunde zusammen, um das Aussehen des Häs zu entwickeln.

    Nach der kniffligen Namensfindung und dem Erstellen einer Satzung wurde in der Gründungsversammlung beschlossen, einen Antrag als eingetragener Fasnachtsverein zu stellen. Am 9. November 1993 wurde die „alemannische Fasentrotte Notir auf Fürsteneck“ ins Vereinsregister eingetragen. Der Anfang war gemacht – mit acht Gründungsmitgliedern.

    Die acht Gründungsmitglieder
    • Hans-Jörg Bonath
    • Michael End
    • Michael Fischer
    • Corinna Höfinghoff
    • Markus Höfinghoff
    • Martin Schmidt
    • Daniel Scherf
    • Achim Vogt

    Als erster Präsident wurde Michael End gewählt, Achim Vogt wurde zweiter Vorsitzender. Corinna Höfinghoff bekam als Schatzmeisterin die Aufgabe, den finanziellen Grundstock aufzubauen, und Markus Höfinghoff wurde als Schriftführer vereidigt.

    Dann ging es, bewaffnet mit Heißklebepistolen, ans Werk, die ersten Häs herzustellen. Diese waren nicht wie heutzutage genäht – vielmehr wurden die dreieckigen Spättle auf einen Arbeitskombi geklebt. Dabei hörte man des Öfteren das erste Notirwehklagen, wenn die Finger zu nahe an die Klebepistolen kamen.

  2. 1994

    Die Feuertaufe beim Oberkircher Umzug

    Nach dem Fertigstellen der Häs und der Masken sollte es bald losgehen. Aber da fehlte doch noch etwas – „Häsgruppe ohne Wagen, des geht jo gar nidde“.

    Es wurde in der Sage nachgelesen, dass ein geheimnisvolles Fuhrwerk in rasanter Fahrt den Berg von Butschbach hinunterrauscht. So wurde kurzerhand ein fahrbarer Untersatz gebaut, ähnlich einer Palette mit Rädern, ein alter Holzschlitten darauf gesetzt und dieser mit Stroh vollgepackt. Das erste Notir-„Hand-Umzugs-Wägeli“ war gebaut.

    Dann war es soweit: Am Sonntag, den 6. Februar 1994, fand die Premiere beim Oberkircher Umzug statt. Die Feuertaufe war bestanden. Der erste Auftritt der Notir auf Fürsteneck hatte Zuspruch, und die jüngere Generation war so angetan, dass gleich einige dem Verein beitreten wollten. Die vier Vorständler waren sich einig: Wir machen weiter.

    14 neue aktive Mitglieder 1994
    • Klaus Bayer
    • Andreas Bittenbinder
    • Stefan Busam
    • Pierre Couturier
    • Roland Danner
    • Annette Doll
    • Christian Huber
    • Sandra Huber
    • Matthias Kiefer
    • Christian Maier
    • Verena Nock
    • Stefan Möglich
    • Andrea Trayer
    • Holger Trayer

    Auch die ersten passiven Mitglieder konnten begrüßt werden: Francis Baier, Jürgen Büchele, Barbara Dittrich, Frank Gersbacher, Johannes Streif und Rudolf Streif.

    Diese riesige Anzahl an Neuzugängen war bezüglich des Materialbedarfs natürlich eine logistische Herausforderung. Aber auch die neuen Mitglieder waren gefordert, denn sie mussten ihr Häs selbst herstellen. Dieser Brauch hat bis heute Bestand – der ursprüngliche Gedanke dahinter: Wenn man so ein Häs selbst herstellen muss, hat man einen ganz anderen Bezug dazu und pflegt es dadurch auch viel mehr.

  3. 1995

    Fast eine Verdreifachung

    Die zweite Fasentsaison der Notir auf Fürsteneck konnte personell gestärkt starten: Nun waren 22 aktive Narren am Start – fast eine Verdreifachung gegenüber dem ersten Jahr. Den ganzen Winter über wurde mit Hochdruck an einer Überarbeitung des Strohwagens gearbeitet.

    Man musste sich erst an das ungewohnte Bild einer doch recht großen und extrem aktiven Notirgruppe gewöhnen. Es entstand ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl, und jeder versuchte, an keiner Veranstaltung zu fehlen.

    Nachdem wir auch im zweiten aktiven Jahr wieder super ankamen, war es kein Wunder, dass zum wiederholten Mal reges Interesse bestand, dem Verein beizutreten: Tina Braun, Carmen Couturier, Stefanie Faißt, Stefan Hörig, Katja Huber, Heike Mayer, Anja Schmid, Dominik Trayer, Patric Trayer, Susanne Trayer und Silvia Harter wurden als aktive Mitglieder aufgenommen. Auch bei den passiven Mitgliedern gab es weiteren Zuwachs.

  4. 1996

    Mit der närrischen Zahl 33 in die Fasent

    So, wie es sich an der Fasent gehört, konnte mit der närrischen Zahl von 33 aktiven Notir die Fasent 1996 kommen. Beim erstmals in der Erwin-Braun-Halle stattfindenden Bürgermeisterempfang durfte auch eine Abordnung der Notir teilnehmen – bis 1995 fand der Empfang immer im Feuerwehrhaus statt.

  5. Heute

    Rund 80 Aktive und ein Narrensamen

    Heute zählen die Notir auf Fürsteneck über 80 aktive und etwa 40 passive Mitglieder sowie einen Narrensamen von rund 30 Kindern. Seit 2008 gehört außerdem der Burgvogt fest zur Gruppe.

Aus dem Fotoalbum

Bilder aus den Anfangsjahren

Erster Bürgermeisterempfang in der Erwin-Braun-Halle, 1996
Gruppenbild 1996
Gruppenbild 2004